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[Rezension] Sturz der Titanen von Ken Follett

Der historische Roman „Sturz der Titanen“ von Ken Follett lag schon sehr lange auf meinem SuB, bevor ich ihn endlich in Angriff genommen habe. Ich hatte einfach zu viel Respekt und auch etwas Angst, dass mich das Thema Erster Weltkrieg und Russische Revolution nicht wirklich mitreißen würden. Allerdings ist mir Ken Folletts außerordentliches schriftstellerisches Talent durch seine Kingsbridge Reihe bestens bekannt und so habe ich mir dieses Jahr zum Ziel gesetzt auch die Jahrhundertsaga endlich zu lesen.

Der Einstieg in den Roman war allerdings nicht so leicht wie erhofft. Wahrscheinlich lag es daran, dass der Autor gefühlt die ersten 300 Seiten benötigte, um alle Figuren einzuführen. Diese Seiten waren allerdings auch nötig, bei der Vielzahl an Figuren. Erst danach konnte ich so richtig in der Handlung abtauchen und mit den einzelnen Figuren mitfiebern. Auch wenn mir der große historische Kontext klar war und ich natürlich wusste, wie sich die Geschichte entwickeln würde, hat es Ken Follett dennoch geschafft, durch seine vielschichtigen und gut durchdachten Charaktere den ganzen politischen Ereignissen eine persönliche Note zu verleihen und die weitere Entwicklung spannend zu machen.

Durch die vielen Figuren ergeben sich logischerweise mehrere Handlungsstränge, die in England, Frankreich, Deutschland, Russland und den USA spielen und die Auswirkungen der politischen Entwicklungen von 1911 bis 1924 in den jeweiligen Ländern beschreiben. Die Lebenswege der einzelnen Figuren kreuzen sich dabei auch immer wieder, sodass persönliche Konflikte, Krisen und Liebesbeziehungen entstehen.

Am besten hat mir persönlich der Handlungsstrang von Maud und Walter gefallen, die sich schon auf den ersten Seiten ineinander verlieben. Wie bei allen Werken, die ich bis jetzt von Follett gelesen habe, können die Liebenden nicht sofort zusammen sein, sondern werden durch äußere Umstände getrennt. In diesem Fall war es der Ausbruch des ersten Weltkriegs und auch nach dem Ende des Krieges wird ihre Liebe wieder auf eine harte Probe gestellt.

Ich finde „Sturz der Titanen“ ist ein sehr gutes Geschichtsbuch. Obwohl es ein fiktiver Roman ist, hat sich Ken Follett dennoch an die historischen Fakten gehalten, aber durch die zahlreichen mir ans Herz gewachsenen Figuren, hat er den historischen Ereignissen persönliche Note gegeben.

Fazit:
Ich vergebe 4 von 5 Sterne.

Details zum Buch:
Titel: Sturz der Titanen; Reihe: Jahrhundertsaga #1; Autor: Ken Follett; Genre: Historischer Roman; Verlag: Bastei Lübbe; ISBN: 978-3-404-16660-2; Seitenzahl: 1037; Format: Taschenbuch; Veröffentlichung: März 2012; Preis: 12,99 €
Inhalt:
1914. In Europa herrscht Frieden, doch die Weltmächte rüsten zum Krieg. Ein einziger Funke könnte dieses Pulverfass entzünden. Der Schatten des drohenden Konflikts fällt auf die Lebenswege mehrerer Familien aus verschiedenen Ländern, die sich über ein ganzes Jahrhundert immer wieder kreuzen werden.
Ethel Williams, Kind einer Bergmannsfamilie aus Wales, ist Dienerin im Haus von Earl Fitzherbert. Als sie von ihm ein Kind erwartet, wird sie in Schande entlassen. Aber Ethel lässt sich nicht entmutigen und beginnt, während die Männer ins Feld ziehen, für die Rechte der Frauen zu kämpfen.
Walter von Ulrich, Spross einer Adelsfamilie, sehnt sich nach einem demokratischen Deutschland. In London verliebt er sich in die emanzipierte Lady Maud. Am Tag vor der deutschen Kriegserklärung an Russland heiraten sie heimlich. Aber der Krieg reißt die Liebenden auseinander.
Grigori und Lew Peschkow wachsen in St. Petersburg als Waisen auf. Der rechtschaffene Grigori wird zum Revolutionär. Sein leichtfertiger Bruder gelangt in Amerika zu Reichtum. Doch dann muss Lew zur Armee, kehrt als Soldat in die Heimat zurück und sieht sich seinem Bruder gegenüber. (Quelle: Lübbe)

Ein Gedanke zu „[Rezension] Sturz der Titanen von Ken Follett

  1. Moni2506

    Hey Karo,

    Eine schöne Rezension zum Buch. Schön, dass dir dieser erste Band gefallen hat.
    Ich liebe die Reihe und habe sie schon mehrfach gelesen. Der dritte Band war nicht ganz so gut, aber die ersten beiden Teile fand ich grandios.
    Viel Spaß beim Weiterlesen der Reihe.

    LG, Moni

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