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[Rezension] Love Letters to the Dead von Ava Dellaira

Als ich den Klappentext zum ersten Mal gelesen habe, musste ich sofort an das Buch "Love you, Hate you, Miss you" von Elizabeth Scott denken. Es zählt zu meinen Lieblingsbüchern, denn ich musste so weinen, wegen der emotionalen Tagebucheinträge, die die Protagonistin geschrieben hat. Deswegen war meine Erwartung an das Buch auch sehr hoch. Allerdings ist dieses Buch so anders, das ich beide nicht miteinander vergleichen möchte.

Im Mittelpunkt steht Laurels Leben nach dem Tod ihrer großen Schwester May. Sie geht auf eine neue Schule, findet neue Freunde, hat mit Sky ihren ersten Freund gefunden und trotzdem ist Laurel traurig, weil sie May vermisst und sie vergleicht sich immer wieder mit ihr und ihrem Lebensstil.

Laurel ist für mich der typische Teenager, der versucht seine Grenzen auszuloten und einen Platz für sich innerhalb der Highschool und deren unterschiedlichen Gruppierungen zu finden. Zunächst wird sie als trauriges Mädchen dargestellt, doch das ändert sich im Laufe des Buches zunehmend und sie findet mit Natalie und Hannah zwei extrovertierte Freundinnen, mit denen sie viel Zeit verbringt, mit ihnen das erste Mal Alkohol trinkt, ihren ersten Kater hat und viele andere verrückte Dinge macht.

Die Handlung wird in Form von Briefen erzählt und man erfährt in den Briefen sowohl aktuelle Geschehnisse aus Laurels Leben, sowie Erlebnisse, die sie zusammen mit May in der Vergangenheit erlebt hat. So erfährt der Leser nach und nach, was wirklich mit May geschehen ist und was Laurel seitdem versucht hat zu verdrängen.

Besonders schön an diesem Buch finde ich, dass auch das Leben der berühmten Persönlichkeiten dargestellt wird und es wird schnell klar, warum Laurel diese Persönlichkeiten ausgewählt haben muss, denn auch in deren Leben war sicherlich nicht alles Gold was glänzte.

Durch die Briefe hat Laurel den Weg zurück ins Leben letztendlich geschafft. Sie hat durch diese Art der Therapie ihre schlimmen Erlebnisse mit May aus der Vergangenheit aufgearbeitet und kann positiv ihren weiteren Lebensweg bestreiten.

Fazit: 5 von 5 Sterne
"Love Letters to the Dead" ist sicherlich eines der besten Jugendbücher, dass das Thema "Verlust" und "Leben nach dem Tod eines geliebten Menschen" behandelt. Die Idee mit den Briefen an berühmte Persönlichkeiten ist so eine originelle Idee, deren konsequente Umsetzung durch das ganze Buch hindurch überzeugt hat.

Details zum Buch:
Titel: Love Letters to the Dead; Autorin: Ava Dellaira; Genre: Jugendbuch; Verlag: cbt; Seitenzahl: 413; Erstveröffentlichung: Februar 2015; ISBN: 978-3-570-16314-6; Format: Gebunden mit Schutzumschlag; Preis: 17,99 €
Inhalt: Es beginnt mit einem Brief. Laurel soll für ihren Englischunterricht an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben. Sie wählt Kurt Cobain, den Lieblingssänger ihrer Schwester May, die ebenfalls viel zu früh starb. Aus dem ersten Brief wird eine lange Unterhaltung mit toten Berühmtheiten wie Janis Joplin, Amy Winehouse und Heath Ledger. Denn die Toten verstehen Laurel besser als die Lebenden. Laurel erzählt ihnen von der neuen Schule, ihren neuen Freunden und Sky, ihrer großen Liebe. Doch erst, als sie die Wahrheit über sich und ihre Schwester May offenbart, findet sie den Weg zurück ins Leben und kann einen letzten Brief an May schreiben … (Quelle: Randomhouse)

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