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[Rezension] Eine Prise Sterne von Carsten Sebastian Henn

"Eine Prise Sterne" von Carsten Sebastian Henn ist ein Liebesroman aus dem Pendo Verlag. Als ich im letzten Herbst die Liebesroman-Neuerscheinungen durchforstete, ist mir dieses Buch gleich durch das tolle Cover aufgefallen. Und auch der Klappentext war so ansprechend, dass ich dieses Buch unbedingt lesen wollte.

Dr. Marc Heller ist Astronom und trifft eines Nachts zufällig Anne wieder, in die er in der Schule heimlich verliebt war. Anne ist zu diesem Zeitpunkt unglücklich, denn sie hat ihren Freund Dirk verlassen, der sie betrogen hat. Marc beschließt Anne zu helfen und ihr den perfekten Partner zu finden. Allerdings hat Marc keine Ahnung, wie man mit seinen Mitmenschen umgeht und hat auch selbst wenig Erfahrung mit dem weiblichen Geschlecht. Deswegen verwendet Marc mathematische Algorithmen, denn damit kennt er sich bestens aus. Allerdings bedenkt er dabei nicht, dass Anne sich auch auf die perfekten Partner, die Marc ihr aussucht, tatsächlich einlassen muss um sich zu verlieben.

Die Story an sich fand ich ganz witzig und auch nicht vorhersehbar. Was mir überhaupt nicht gefallen hat, sind die Übertreibungen, denen sich Carsten Sebastian Henn bedient. So wird ein Hummer, der eigentlich als Hauptspeise für ein Abendessen mit Anne gekauft wurde, kurzerhand als Haustier in Marcs Badewanne umfunktioniert, der fortan dort sein Dasein fristen darf. Oder das Marc bei seiner Antrittsrede für seinen Traumjob in Chile das Verzehren von Hummer kritisiert, anstatt über berufliche Dinge zu reden. Das empfand ich als sehr unpassend und widerspricht dem rationalen Charakter des Protagonisten. Außerdem finde ich die Figuren nicht tiefgründig genug charakterisiert und wie oben schon erwähnt, handeln sie nicht ihrem Charakter entsprechend. Ich bin nicht wirklich warm mit den Protagonisten geworden und konnte ihr Handeln manchmal auch nicht richtig nachvollziehen.

Ich habe das Buch mehrmals während des Lesens unterbrochen und habe mich immer wieder gefragt, ob ich es wirklich fertig lesen wollte. Durchhalten lassen hat mich die Vorfreude auf das Ende, in dem Marc in meiner Wunschvorstellung das Mädchen abkriegt. Das Ende war dann doch so ganz anders, als ich es mir in meiner Fantasie ausgemalt habe, aber die letzten Seiten vor dem Epilog haben so eine Entwicklung schon angedeutet. Für mich ist das Ende also ziemlich unbefriedigend, aber das ist wohl Geschmackssache.

Fazit:
Für mich war dieses Buch leider nichts. Ich vergebe 2 von 5 Sterne.

Details zum Buch:
Titel: Eine Prise Sterne; Autor: Carsten Sebastian Henn; Genre: Liebesroman; Verlag: Piper Pendo; ISBN: 978-3-492-97815-6; Seitenzahl: 336; Format: Ebook: Erstveröffentlichung: Oktober 2017; Preis: 16,99 €
Inhalt: Hinauf zu den Sternen – davon träumte der Astronom Marc Heller schon seit der Kindheit. Nun, da ihm die Leitung des Paranal-Observatoriums in Chile zugesagt wird, kommt er seinem Traum ein Stück näher. Ausgelassen feiert er mit Freunden in Köln und trifft dort zufällig Anne, seine große Jugendliebe, wieder. Aber ihr ist nicht nach Feiern zumute, wurde sie doch gerade sitzen gelassen. Dabei ist es ihr größter Wunsch, eine Liebe zu finden, die bleibt – für immer. Und weil er Anne glücklich wissen will, fasst Marc einen Plan. Erstens: Den perfekten Mann für sie finden. Zweitens: Es wie Schicksal aussehen zu lassen, denn daran glaubt die junge Sommelière. Drittens: Anne soll nie erfahren, dass er dahintersteckt. Mit naturwissenschaftlichem Eifer macht sich Marc ans Werk, vergisst dabei aber, dass die Liebe unberechenbar ist. Und dass manches vielleicht doch vorherbestimmt ist ... (Quelle: Piper)

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