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[Rezension] Das Beste, das mir nie passiert ist von Jimmy Rice & Laura Tait

Der Roman ist in Ich-Form geschrieben. Allerdings wechselt die Erzählperspektive zwischen Holly und Alex immer hin und her. Das hat mir das Lesen, gerade in den ersten Kapiteln ein bisschen erschwert.Außerdem wird im Buch immer wieder zwischen 1998 und 2010 hin und her gesprungen. So wird beispielsweise im Prolog eine Szene aus dem Jahr 2010 erzählt, während das erste Kapitel im Jahr 1998 spielte. Solche Rückblenden sind über das ganze Buch verteilt. Mir haben diese Sprünge zwischen den "Erwachsenen-" und "Teenagerversionen" von Holly und Alex besonders gut gefallen, denn dadurch sind mir die Beweggründe ihrer Handlungen in der Gegenwart klar geworden und warum und wie sich die Protagonisten weiterentwickelt haben.

Die zwei Hauptcharaktere Alex und Holly finde ich beide echt toll. Alex ist als Lehrer sehr rational und neigt dazu, Dinge überzuanalysieren. Holly arbeitet als Sekretärin und ist ein absolutes Organisationstalent. Allerdings wirkte sie zu Beginn der Handlung recht kühl, aber im Laufe der Handlung konnte ich diese Meinung über sie doch wieder revidieren. Beide scheinen sehr unkompliziert Persönlichkeiten zu sein und sie wirken auch mich vollkommen authentisch.

Auch die Nebencharaktere sind gut gelungen: Kev, den besten Freund von Alex, habe ich gleich ins Herz geschlossen, obwohl er mir vom Typ her tierisch auf die Nerven gehen würde. Dennoch muss man ihn einfach gern haben. Dann gibt es aber auch noch die unbeliebten Charaktere wie z.B. Melissa, die Arbeitskollegin von Holly, die mir von der ersten Sekunde an unsympathisch war, oder ihren Chef Richard. Mit dem führt Holly eine heimliche Beziehung, die eher einer Affäre, als einer gleichberechtigten Partnerschaft entspricht. Warum Holly es so lange mit ihm aushielt, ist eine der Fragen, die mir nach Beenden des Buches geblieben sind.

Dadurch, dass die Erzählperspektive nach jedem Kapitel zwischen Alex und Holly wechselte, fand ich das Lesen unterhaltsam und kurzweilig, denn ich hatte das Gefühl im Leben der jeweiligen Person dabei zu sein. Ich konnte die Geschehnisse und Gefühle sehr gut verstehen und nachvollziehen. Vom ersten Kapitel an, habe ich mitgefiebert, wer denn zuerst über seinen Schatten springen und dem anderen seine Gefühle gestehen wird. Richtige Höhepunkte während der Handlung gab es eigentlich nicht, allerdings war es durch die Rückblenden ins Jahr 1998 auch so spannend genug. Am Ende wurde es dann aber doch noch einmal richtig spannend, bevor Alex und Holly ihr verdientes Happy End bekamen. Allerdings war das wieder so ganz anders, als ich es mir vorgestellt hatte.

Fazit: 5 von 5 Sternen
Eine absolute Leseempfehlung für jeden, der dieses Genre liebt! Die authentischen Protagonisten, die Handlung und der überaus ansprechende Schreibstil konnten mich von der ersten bis zur letzten Seite völlig überzeugen. Da kann man als Leser nur hoffen, dass noch weitere Bücher von dem Autorenduo Jimmy Rice und Laura Tait folgen werden!

Details zum Buch:
Titel: Das Beste, das mir nie passiert ist; Autoren: Jimmy Rice & Laura Tait; Genre: Liebesroman; Verlag: Dumont; ISBN: 978-3-8321-6280-1; Seitenzahl: 384; Erstveröffentlichung: Dezember 2014; Preis: 9,99 € (Taschenbuch), 8,99 € (Ebook)
Inhalt: Beste Freunde und heimlich ineinander verliebt. Und das seit der Schulzeit. Bei Holly und Alex kam immer etwas dazwischen, und der perfekte Moment war nie da. Dann zog Holly nach London, um zu studieren, und Alex blieb allein in der Provinz zurück. Zehn Jahre später ist endlich die Zeit für eine Veränderung gekommen. »Das Beste, das mir nie passiert ist« ist ein temporeicher und herzzerreißender Liebesroman, eine Geschichte über ein Paar, das nie zusammenkommt. Fast nie. Denn wenn eine zweite Chance für die erste Liebe greifbar ist, würde man sie doch niemals verstreichen lassen. Oder? (Quelle: Dumont)

2 Gedanken zu „[Rezension] Das Beste, das mir nie passiert ist von Jimmy Rice & Laura Tait

  1. Tanja Buchinger

    Huhu liebe Leni,

    das hört sich ja toll an - danke für die schöne Rezi!
    Das Cover finde ich sehr schön und auch die Geschichte klingt sehr vielversprechend.

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende ☼
    Tanja

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