Springe zum Inhalt

[Rezension] Am Ende aller Zeiten von Adrian J. Walker

"Am Ende aller Zeiten" von Adrian J. Walker ist das erste Buch, dass ich aus dem Fischer TOR Verlag gelesen habe. Ich fand den Klappentext so spannend, das ich es unbedingt lesen wollte, obwohl das Genre aktuell nicht mein liebstes ist.

Besonders schön an diesem Buch finde ich die Haptik. Es liegt sehr schön in der Hand und ich mag die Aufmachung mit dem aufgedruckten Gummiband, das sich im Material vom restlichen Cover unterscheidet.

"Am Ende aller Zeiten" erzählt die Geschichte von Edgar Hill, der als Familienvater und Eigenheimbesitzer ein bescheidenes, bürgerliches Leben führt. Allerdings ist er mit dieser Lebensweise sehr unzufrieden. Als Folge eines Asteroideneinschlags hat er die Möglichkeit sein Leben radikal zu ändern. Wird er versuchen seine Frau und seine zwei Kindern zu finden? Oder nutzt er die Gelegenheit, die sich ihm bietet und fängt allein ein neues Leben an.

Ich finde die Figur des Edgar sehr authentisch. Jeder von uns hat Selbstzweifel und wünscht sich manchmal aus dem Alltag ausbrechen zu können und etwas komplett Neues zu erleben. Edgar beweist während seiner Reise mehr als einmal, dass er Kampfgeist und Mut besitzt. Während er schreckliche, schöne und sehr emotionale Momente auf seiner Reise von Schottland an die Südküste von England erlebt, merkt er immer deutlicher, wofür es sich wirklich zu kämpfen lohnt.

Auf dem Weg nach Süden begleiten ihn mehrere Personen, die sich alle aus unterschiedlicher Motivation auf die Reise gemacht haben. Nach und nach lernt der Leser diese Figuren immer besser kennen. Allerdings birgt die Reise auch viele Gefahren und so ist es nicht verwunderlich, dass nicht alle Figuren das gemeinsame Ziel erreichen.

Ich mochte das Buch sehr gerne lesen, denn es war spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Mit dem Ende hat mich Adrian J. Walker noch einmal sehr überrascht. Zwar gab es das ersehnte Happy End nach all den Strapazen für Edgar, aber es war so ganz anders als ich es mir vorgestellt hatte. Für mich wirkte es so als ist das Ende ein Cliffhanger und Edgars Reise ist eigentlich noch gar nicht vorbei, auch wenn ich weiß, dass "Am Ende aller Zeiten" ein Einzelband ist. Schade eigentlich, denn ich hätte gerne noch viel mehr von Edgar und seiner Reise zu sich selbst und seiner Familie zu lesen.

Fazit:
Ein spannender, postapokalyptischer Roman, mit einer großen Protion Selbstreflexion des Protagonisten und einer abenteuerlichen Reise quer durch England. Ich vergebe 5 von 5 Sterne.

Details zum Buch:
Titel: Am Ende aller Zeiten; Autor: Adrian J. Walker; Genre: Dystopie; Verlag: Fischer TOR; ISBN: 978-3-596-03704-9; Erstveröffentlichung: August 2016; Seitenzahl: 432; Format: Taschenbuch; Preis: 14,99 €
Inhalt: Edgar Hill ist Mitte dreißig, und er hat sein Leben gründlich satt. Unzufrieden mit sich und seinem Alltag in Schottland als Angestellter, Familienvater und Eigenheimbesitzer, fragt er sich vor allem eins: Hat das alles irgendwann einmal ein Ende? Er ahnt nicht, dass sich die Katastrophe bereits anbahnt.
Als das Ende kommt, kommt es von oben: Ein dramatischer Asteroidenschauer verwüstet die Britischen Inseln. Das Chaos ist gigantisch, die Katastrophe total. Ganze Städte werden ausgelöscht. Straßen, das Internet, die Zivilisation selbst gehören plötzlich der Vergangenheit an. England liegt in Schutt und Asche. Ist dies der Weltuntergang?
Edgar und seine Familie werden während der Evakuierung voneinander getrennt, und ihm bleibt nur eine Wahl: Will er Frau und Kinder jemals wiedersehen, muss er 500 Meilen weit laufen, durch ein zerstörtes Land und über die verbrannte Erde, von Edinburgh nach Cornwall. Zusammen mit einigen wenigen Gefährten begibt sich Edgar Hill auf einen Ultra-Marathon durch ein sterbendes Land. Doch sein Weg ist gefährlich: Im postapokalyptischen England kämpft jeder gegen jeden ums blanke Überleben. (Quelle: Fischer TOR)

Ein Gedanke zu „[Rezension] Am Ende aller Zeiten von Adrian J. Walker

  1. buchbunt.blog

    Hallo Karo
    Ich mochte Das Ende aller Zeiten gerne. Ich fand es spannend, Alans Metamorphose vom bequemen Familienvater zu einem echten Überlebenskämpfer mitzuerleben. Das Ende - ja. Ziemlich alternativ und genau das mag ich ebenso. Ingesamt eine gelungene und richtig spannende Abwechslung vom Alltag! Gerne mehr davon.
    LG, Tabea

    Antworten

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: