Springe zum Inhalt

Ich war sofort von dem Cover angetan: Die tollen Farben und die bunten Häuschen haben auf mich einfach eine magische Wirkung. Das war der eigentliche Grund warum ich dieses Buch unbedingt haben wollte, denn von Mitch Albom hatte ich bis dato noch nie etwas gehört oder in der Buchhandlung auch nur wahrgenommen (was ich zu meiner Schande gestehen muss). Aber es wird sicherlich nicht das letzte Buch sein, dass ich von dem Autor lesen werde! Die Sprache ist super und das Verhältnis zwischen Handlung/Dialogen und Beschreibungen finde ich mehr als gut gelungen.

Ich war auch unmittelbar mit Beginn der Story gefangen in der Kleinstadtidylle von Coldwater, Michigan. Schon auf der ersten Seite, als vom Autor das Klingeln des Telefons beschrieben wurde, der Anrufbeantworter den eingehenden Anruf annahm und eine Verstorbene am anderen Ende der Leitung war, wollte ich unbedingt wissen, was es mit diesen ominösen Anrufen auf sich hat. Die ganze Zeit hat mich die Frage beschäftigt, ob es sich hier um eine perfide Marketingmethode handelte, um die Kleinstadt bekannter zu machen oder ob hier wirklich übernatürliche Kräfte am Werk sind? Diese zentrale Frage hat für mich die Spannung des Buches ausgemacht, obwohl mich das ein oder andere Schicksal der Protagonisten auch sehr bewegt hat. Als Naturwissenschaftler kann ich eigentlich überhaupt nicht nachvollziehen, wie man an das Jenseits und ein Leben nach dem Tod glauben kann, deswegen fand ich auch Sully Herangehensweise an diese seltsamen Anrufe sehr pragmatisch und konnte nachvollziehen, warum er misstrauisch ist und diese Sache mit logischem Verstand erklären möchte. Und das, obwohl er und sein kleiner Sohn auch einen tragischen Verlust erlitten hatten.

...weiterlesen "[Rezension] Das Wunder von Coldwater von Mitch Albom"

2

Eigentlich ist diese Art von Roman nicht mein bevorzugtes Genre. Allerdings hat mich das Cover so fasziniert, dass ich unbedingt mal über den Tellerrand meines Lesehorizontes hinausschauen wollte. Und ich muss sagen: Ich wurde nicht enttäuscht!

Der Roman hat autobiografische Züge, denn es handelt von Joanna Rakoff's Alterego in den 1990er Jahren in New York City, als die frisch gebackene College-Absolventin die ersten Arbeitserfahrungen in einer Literaturagentur sammelt. Dabei handelt es sich um die Agentur, die den berühmten J.D. Salinger vertritt, was die naive Joanna zunächst nicht weiß. Zu Beginn des Romans kommt mir die Protagonistin naiv und kindisch vor, allerdings ändert sich das im Laufe der Handlung. Sie bekommt die Aufgabe, die Fan-Post von Salinger zu beantworten und beschließt nicht nur den Standard-Brief der Agentur zu verwenden, sondern schreibt eigene Antworten für die Briefe. Das sorgt allerdings, wie es im wahren Leben eben so ist, nicht nur für positive Resonanz. Mit dieser Aufgabe verbringt Joanna ein Jahr, bis sie den Job in der Agentur schließlich kündigt. Mit ihrer Arbeit wird Joanna während des Jahres immer mutiger und selbstbewusster, sie versucht in dieser Zeit auch ihre eigenen Gedichte den Verlagen anzubieten - mit Erfolg.

...weiterlesen "[Rezension] Lieber Mr. Salinger von Joanna Rakoff"

4

Als erstes ist mir bei dem Buch natürlich das Cover aufgefallen. Es erinnert mich irgendwie an die Cover von David Safiers Büchern. Ich habe mir eine lustige Geschichte versprochen, wie die Hauptperson Sandra denn nun die Urne mit den Überresten ihres Vaters wiederbekommt. Zunächst sollten meine Erwartungen auch nicht enttäuscht werden. Allerdings ab der Hälfte des Buches ändert sich hingegen die Handlung etwas und ein Geheimnis des Vaters rückt zunehmend in den Vordergrund. Und dann mischen sich auch immer wieder die Verstorbenen ein, um die Lebenden in ihrem Handeln und Entscheidungen zu beeinflussen.

Alles in allem eine unterhaltsame Lektüre, witzig und locker geschrieben. Ab der zweiten Hälfte finde ich den Schreibstil sogar noch besser, da die Kapitel länger werden und die Diagloge mehr im Vordergrund stehen. In der ersten Hälfte hatte ich hin und wieder das Gefühl, dass ich ein paar wichtige Infos einfach überlesen habe und hinsichtlich der nachfolgenden Handlung ein paar Verständnisprobleme hatte (diese ließen sich aber durch den Kontext klären).

...weiterlesen "[Rezension] Der Tag, an dem ich Papa im Auto vergaß von Antonia H. Jacob"

Es handelt sich um einen einfühlsamen Roman, der das Thema Liebe auf einzigartige Art thematisiert. Denn so wie die Liebe im realen Leben ist, so wird sie auch im Buch dargestellt: Facettenreich. Aus vier verschiedenen Erzählperspektiven erfährt der Leser, was den vier ehemaligen Schulfreunden in ihrem Leben alles widerfahren ist und schnell wird klar, dass jeder von ihnen auf die eine oder andere Weise gescheitert ist.

Es ist eine gute Lektüre mit einem phantastischen Schreibstil. Sehr gut gelungen finde ich den Epilog, der auf sehr kurze Weise das weitere Leben der Protagonisten erzählt. Dadurch haben alle am Ende einem Abschluss mit der Liebe erhalten. Man man muss sich nicht zwangsläufig die Frage stellen, was eigentlich aus ihnen geworden ist, nachdem die im Roman erzählte Geschichte geendet hat.

...weiterlesen "[Rezension] Vier Arten, die Liebe zu vergessen von Thommie Bayer"