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Der historische Roman „Sturz der Titanen“ von Ken Follett lag schon sehr lange auf meinem SuB, bevor ich ihn endlich in Angriff genommen habe. Ich hatte einfach zu viel Respekt und auch etwas Angst, dass mich das Thema Erster Weltkrieg und Russische Revolution nicht wirklich mitreißen würden. Allerdings ist mir Ken Folletts außerordentliches schriftstellerisches Talent durch seine Kingsbridge Reihe bestens bekannt und so habe ich mir dieses Jahr zum Ziel gesetzt auch die Jahrhundertsaga endlich zu lesen.

Der Einstieg in den Roman war allerdings nicht so leicht wie erhofft. Wahrscheinlich lag es daran, dass der Autor gefühlt die ersten 300 Seiten benötigte, um alle Figuren einzuführen. Diese Seiten waren allerdings auch nötig, bei der Vielzahl an Figuren. Erst danach konnte ich so richtig in der Handlung abtauchen und mit den einzelnen Figuren mitfiebern. Auch wenn mir der große historische Kontext klar war und ich natürlich wusste, wie sich die Geschichte entwickeln würde, hat es Ken Follett dennoch geschafft, durch seine vielschichtigen und gut durchdachten Charaktere den ganzen politischen Ereignissen eine persönliche Note zu verleihen und die weitere Entwicklung spannend zu machen.

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Das Jugendbuch „Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Momente“ von Peter Bognanni aus dem Hanser Verlag ist eine der Neuerscheinungen im Jahr 2018, die ich unbedingt haben wollte. Im Rahmen einer Leserunde wurde mir das Buch zur Verfügung gestellt.

Der Einstieg ins Buch war sehr leicht. Die Sprache ist flüssig und man spürt eine allgegenwärtige Traurigkeit. Ich habe sofort von der ersten Seite des Buches an mit Tess mitgelitten, die ihre erste große Liebe verloren hat. Diese anfängliche Sympathie für Tess hat sich aber relativ schnell gelegt, denn sie wirkt unvollkommen und eindimensional, so als würde sie nur aus ihrer Trauer bestehen. Am Anfang des Buches war das ja noch okay, aber ich habe nicht wirklich eine Weiterentwicklung ihrer Figur gesehen und irgendwann fand ich diese einseitige Sicht auf Tess Gefühlswelt langweilig.

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"Öffne mir dein Herz" ist der sechste Band der "Lost in Love - Die Green Mountain Serie" von Marie Force. Man muss allerdings die Handlung der anderen fünf Teile nicht unbedingt kennen, um der Handlung in diesem Band folgen zu können.

Der Liebesroman ist überwiegend aus der Sicht von Charley Abbott erzählt, die wegen einer leichtsinnigen Wette mit Tyler einen Abhang hinab stürzt und sich dabei schwer verletzt. Tyler, der schon seit langem in Charley verliebt ist, gibt sich die Schuld daran, dass dieser Unfall passiert ist. Während des Genesungsprozesses kümmert er sich deswegen auch rührend um Charley.

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"Amrita - Am Ende beginnt der Anfang" von Aditi Khorana ist ein Fantasy-Jugenbuch aus dem Dressler Verlag. Das Buch habe ich mir wegen des schönen Covers gekauft, aber nach der Hälfte habe ich schon gemerkt, dass ein hübsches Äußeres nun mal nicht alles ist. Auf den Inhalt kommt es an - und der war für mich sehr dürftig.

Die Handlung wird in der Ich-Perspektive, aus Sicht der Protagonistin Amrita, erzählt. Auf den ersten Seiten fand ich sie auch noch sympathisch, obwohl ich zugeben muss, dass ich sie gedanklich schon in eine Schublade gesteckt hatte, als verwöhnte Prinzessin, die mit dem Goldlöffel im Mund aufgewachsen ist und vom realen Leben in ihrem Land keine Ahnung hat. Das hat sich zum Teil dann auch bestätigt, erschwerend kam dann noch ihre zickige, selbstsüchtige und impulsiv, nervige Art hinzu. Thala, eine Seherin und Amrita Fluchtbegleiterin hat mir echt leid getan und ich an Thalas Stelle hätte sie wahrscheinlich in mehr als nur einer Situation sich selbst überlassen und wäre meinen eigenem Weg gefolgt.

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"Hätte Samuel gewusst, dass seine Mutter weggehen würde, hätte er vielleicht besser aufgepasst, hätte ihr genauer zugehört, sie eingehender beobachtet, sich ein paar wichtige Dinge aufgeschrieben." (S.11)

Den Debütroman "Geister" von Nathan Hill kann ich nur sehr schwer in wenigen Worten charakterisieren, denn es ist ein Querschnitt durch die amerikanische Gesellschaft beginnend mit den Anti-Kriegs-Demonstrationen 1968 bis zu der Occupy Wallstreet Bewegung 2011. Es ist thematisch komplex und sehr gut ausformuliert.

In "Geister" erzählt Nathan Hill auf sehr persönlicher Ebene das Kindheitstrauma von Samuel Anderson, dessen Mutter ihn scheinbar grundlos verlassen hat. Durch ein Attentat seiner Mutter auf den republikanischen Präsidentschaftskandidat Packer erhält Samuel die Möglichkeit Antworten auf all seine Kindheitsfragen zu bekommen. Gleichzeitig ist "Geister" aber auch eine Geschichte vom Scheitern der Emanzipation und verratenen Idealen 1968er Generation, eine Satire auf den heutigen Medienzirkus und nicht zuletzt eine Kritik des Kapitalismus.

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"Der Turm der Welt" von Benjamin Monferat aus dem Rowohlt Verlag ist ein historischer Spionageroman, der den Leser nach Paris zur Zeit der Weltausstellung 1889 entführt. Der Roman beschreibt die schillernde Welt der elitären Pariser Gesellschaft, gleichzeitig wird aber auch eine düstere und morbide Stimmung vermittelt, die schon erahnen lässt, was den europäischen Kontinent Anfang des 20. Jahrhunderts bevorsteht. Die brisante internationale Lage zwischen Frankreich, England und dem Deutschen Reich ist allgegenwärtig. Die Spannung die damit einhergeht wird zusätzlich noch gesteigert, indem jedem Kapitel ein Countdown vorangestellt ist und dem Leser schnell klar wird, dass mit Ablauf dieser Frist etwas schlimmes passieren wird, das die Welt in Chaos stürzt.

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"Eine Prise Sterne" von Carsten Sebastian Henn ist ein Liebesroman aus dem Pendo Verlag. Als ich im letzten Herbst die Liebesroman-Neuerscheinungen durchforstete, ist mir dieses Buch gleich durch das tolle Cover aufgefallen. Und auch der Klappentext war so ansprechend, dass ich dieses Buch unbedingt lesen wollte.

Dr. Marc Heller ist Astronom und trifft eines Nachts zufällig Anne wieder, in die er in der Schule heimlich verliebt war. Anne ist zu diesem Zeitpunkt unglücklich, denn sie hat ihren Freund Dirk verlassen, der sie betrogen hat. Marc beschließt Anne zu helfen und ihr den perfekten Partner zu finden. Allerdings hat Marc keine Ahnung, wie man mit seinen Mitmenschen umgeht und hat auch selbst wenig Erfahrung mit dem weiblichen Geschlecht. Deswegen verwendet Marc mathematische Algorithmen, denn damit kennt er sich bestens aus. Allerdings bedenkt er dabei nicht, dass Anne sich auch auf die perfekten Partner, die Marc ihr aussucht, tatsächlich einlassen muss um sich zu verlieben.

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