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[Aktion] Gemeinsam lesen KW 3/2018


Hallo ihr Lieben,

auch in dieser Woche möchte ich mich wieder an Gemeinsam Lesen beteiligen. Wenn ihr mehr zur Aktion erfahren wollt, dann schaut doch einfach mal bei den Schlunzen vorbei.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese gerade "Geister" von Nathan Hill ich bin auf Seite 401 von 864.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"Denn obwohl du mit der Literaturclique abhängst, Schreibkurse besuchst, dich wie ein Schriftsteller anziehst und wie ein Schriftsteller rauchst, musst du irgendwann erkennen, dass das, was du schreibst, einfach nicht besonders gut ist." (S.401)

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Ich habe dieses Buch 2016 zu meinem Geburtstag geschenkt bekommen. Das war der Tag, an dem in den USA gewählt wurde, mit einem Ausgang, den ich bis heute nicht recht glauben mag. Da "Geister" als Aufhänger einen Anschlag auf den republikanischen Präsidentschaftsanwärter als zentralen Aufhänger hat, habe ich mich lange nicht an dieses Buch herangewagt, obwohl ich die vielen positiven Rezensionen dazu kannte. Mittlerweile habe ich das negative Gefühl, dass ich an jenam Tag hatte und irgendwie auch mit diesem Buch assoziiere, überwunden und ich glaube, das genau jetzt die richtige Zeit ist, um dieses Buch zu lesen. Wisst ihr, was ich meine?

Nachdem ich fast die Hälfte gelesen habe, kann ich sagen, dass ich mir das Buch ganz anders vorgestellt habe. "Geister" ist ein geniales Werk, dass von der 1968er Bewegung bis in die Gegenwart reicht, ein Gesellschaftsportät, mit komplexen Handlungssträngen und einfachen, nachdenklichen Passagen, die das Aufwachsen eines Jungen beschreibt, nachdem die Mutter ihn verlassen hatte.

Details zum Buch:
Titel: Geister; Autor: Nathan Hill; Genre: Belletristik, Gegenwartsliteratur; Verlag: Piper; ISBN: 978-3-492-05737-0; Seitenzahl: 864; Format: Hardcover; Veröffentlichung: Oktober 2016; Preis: 25,00 €
Inhalt: Ein Anruf der Anwaltskanzlei Rogers & Rogers verändert schlagartig das Leben des Literaturprofessors Samuel Anderson . Er, der als Kind von seiner Mutter verlassen wurde, soll nun für sie bürgen: Nach ihrem tätlichen Angriff auf einen republikanischen Präsidentschaftskandidaten verlangt man von ihm, die Integrität einer Frau zu bezeugen, die er seit mehr als zwanzig Jahren nicht gesehen hat. Ein Gedanke, der ihm zunächst völlig abwegig erscheint. Doch Samuel will auch endlich begreifen, was damals wirklich geschehen ist. - Ein allumfassender, mitreißender Roman über Liebe, Unabhängigkeit, Verrat und die lebenslange Hoffnung auf Erlösung, ein Familienroman und zugleich eine pointierte Gesellschaftsgeschichte von den Chicagoer Aufständen 1968 bis zu Occupy Wall Street… (Quelle: Piper)

4. Seid ihr schon einmal in die Versuchung gekommen die letzten Seiten eines Buches als erstes zu lesen?
Ja. Das mache ich manchmal, wenn ein Buch schon sehr lange auf dem SuB liegt und ich eine Motivation brauche, damit ich es endlich lese. Meisten klappt es ganz gut und ich lese das Buch dann auch wirklich, denn ich möchte in der Regel wissen, wie es zu diesem Ende gekommen ist. Wenn mich das Ende aber auch so gar nicht mitreisen kann, dann fällt es mir sehr leicht, mich von dem Buch zu trennen.

9 Gedanken zu „[Aktion] Gemeinsam lesen KW 3/2018

  1. Andrea

    Guten Morgen 🙂

    Das Buch kenne ich noch nicht, ist aber auch nicht so wirklich was für mich.
    Ich wünsche dir aber viel Freude beim lesen 🙂

    Hin und wieder lese ich auch mal hinten, aber meistens kann ich meine Neugierde zügeln^^

    Mein Beitrag

    Liebe Grüße und einen schönen Dienstag 😀
    Andrea

    Antworten
    1. Bücher-an-Bord

      Vielen Dank.
      Ich kann mich auch meist zügeln. Bei aktuellen Büchern ist das auch überhaupt kein Problem. Nur die, die sehr lange schon auf meinem SuB liegen, da versuche ich mich durch das Lesen der letzten Seite zu motivieren. Ist das Ende nicht ansprechend, sortiere ich das Buch dann einfach aus. Aber das kommt gar nicht so häufig vor. Meist will ich dann wissen, wie es zu diesem Ende kam und zack... ist das Buch auch schon gelesen 😀

      Antworten
    1. Bücher-an-Bord

      Ja das Buch ist sicherlich nichts für Jedermann, aber ich finde es bis jetzt echt gut gelungen. Das Bild das dieses Buch von der amerikanischen Gesellschaft vermittelt, ist so authentisch. Es spiegelt all die negativen Entwicklungen einer westlichen Gesellschaft wieder, die scheinbar alle für Erstrebenswert halten.

      Antworten
  2. Mikka Liest

    Huhu!

    Das Buch möchte ich UNBEDINGT noch lesen. Warum habe ich das eigentlich noch nicht getan? Achja, der SUB und der Stapel Rezensionsexemplare... An beidem will ich 2018 arbeiten, damit ich wieder mehr Bücher wie dieses lesen kann. 😉

    Ja, ich saß am Tag der Wahl auch morgens vor dem Rechner und dachte, ich bin in der Twilight Zone... Ich hatte so oft gedacht: Jetzt hat er sich aber selber abgeschossen. Nach dem "grab her by the pussy". Nachdem er einen Veteranen zum Weinen gebracht hat. (Ich hatte gedacht, in Amerika würden die Veteranen in Ehren gehalten!) Nach seinen ganzen hirnrissigen sexistischen, rassistischen oder einfach hirnrissigen Sprüchen. Wo bitte liegt denn da bei einigen Wählern die Grenze? Oh, richtig: wenn es um sie selbst geht.

    Als ich vor kurzem "Der Präsident" gelesen habe, in dem der Präsident nie namentlich genannt wird aber offensichtlich Trump sein soll, hatte ich da einen Moment, wo meine Moral ein wenig ins Wanken kam. Im Buch ist nämlich ein Anschlag auf den Präsidenten geplant, und die Protagonistin erfährt davon und muss erstmal in sich gehen, ob es für die Welt nicht besser wäre, wenn sie einfach die Klappe hält...? Obwohl ich sonst absolut nicht für Gewalt als Lösung bin, muss ich gestehen, dass ich mir heimlich wünschte, sie würde den Anschlag einfach geschehen lassen.

    Eigentlich blättere ich nie bis zum Ende, ich habe bei meinem Beitrag nur eine Ausnahme vergessen: wenn ich das Buch nicht mehr lesen möchte, dann schaue ich mir das Ende an, bevor das Buch in den öffentlichen Bücherschrank wandert.

    Meinen Beitrag findest du bei Interesse HIER.

    LG,
    Mikka

    Antworten
    1. Bücher-an-Bord

      Hallo Mikka,
      das Buch lag zum Glück schon lange auf meinem SuB, sodass ich es nun endlich davon erlösen wollte. Ich kann es dir nur empfehlen. Ich bin zwar noch nicht sehr viel weiter als am Dienstag, aber das Buch ist genial.
      Es beschreibt so treffend das Wertesystem der amerikanischen Gesellschaft, bei der es nur darum geht, möglichst viel Geld und Ansehen zu erlangen (oder nicht zu verlieren). Das war scheinbar schon Ende der 1960er so und ist heute nocht sehr viel schlimmer. Da fragt man sich echt, was so erstrebenswert ist, diesem amerikanischen "Ideal" hinterher zu rennen.

      Viele Grüße,
      Karo

      Antworten
    2. Bücher-an-Bord

      Und "Der Präsident" muss ich mir unbedingt gleich mal näher anschauen, vielleicht lese ich das Buch gleich noch im Anschluss. Passt thematisch wahrscheinlich ganz gut.

      Antworten
  3. Bettina von Bookish Moments

    Hi,
    dein aktuelles Buch hört sich nach einem Buch an mit einem sehr ernsten Thema zu Politik, Verrat und dem Ganzen habe ich das Gefühl und da ich nicht soooooo viel Ahnung von Politik mit allem was dazu gehört habe, denke ich mal, dass es nichts für mich ist.. Aber finde ich persönlich nicht schlimm. Interessant hört sich dennoch an in meinen Augen und macht auch neugierig darauf. Und man liest heraus, dass du es sehr magst. Oder täusche ich mich da?

    Ich blättere nicht mehr auf die letzte Seite, da es in der Vergangenheit schonmal vorkam, dass ich mich fast gespoilert hätte, was ich vermeiden will generell und der zweite Punkt ist halt die Leselust wird einem eventuell dadurch auch genommen oder die Spannung und die Vorfreude auf das Ende.

    Mein Beitrag

    Da ich deinen Blog bisher noch nicht kannte, werde ich ihm natürlich folgen, wie deinen Social Media Kanälen.

    Würde mich sehr über einen Gegenbesuch von dir freuen. 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

    Antworten
    1. Bücher-an-Bord

      Hi Bettina,
      das Buch handelt erstaunlich wenig von Politik. Es ist eher eine Studie zum amerikanischen Wertesystem. Alles baut auf Geld und Ruhm auf, dem Durchschnittsbürger wird durch die Medien eine heile Welt vorgegaukelt und das Werfen kleiner Kieselsteine wird als Attentat auf den potentiellen Präsidentschaftskandidaten medial aufgebläht um daraus Kapital schlagen zu können. Und das soll eine erstrebenswerte gesellschaftliche Struktur sein?

      Ich werde gleich zu einem Gegenbesuch auf deinem Blog vorbeischauen. 🙂
      Viele Grüße

      Antworten

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